Gefühle steuern unser Verhalten. Sie bringen uns dazu, tätig zu werden, unsere Aufmerksamkeit auf Reize zu lenken. Sie geben uns Signale, damit wir unser Verhalten anpassen, um angenehme oder unangenehme Konsequenzen zu erlangen oder auszuweichen. Die meisten unserer Basisemotionen rufen allerdings negative Assoziationen hervor. Daher habe ich hier meine TOP 8 der Gefühle und ihre Stärken bzw. Aufgaben beschrieben, die Tabelle hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Primärgefühle Stärke ihre Aufgabe(n)
Trauer/ Schmerz führt zur Annahme Sie hilft die Lücke anzunehmen, dass Wunsch und Wirklichkeit nicht zusammenpasst; das Gewohnte loszulassen.
Freude führt zur Dankbarkeit Wenn Wunsch und Wirklichkeit zusammen passen, dann spürt man Stärke, Leichtigkeit, Energie, Verbundenheit, Lebendigkeit.
Angst/ Furcht führt zur Sicherheit …man wird aufmerksam, schärft seine Wahrnehmung, sie befähigt uns zu Höchstleistung (Lampenfieber), lässt uns kreativ werden, wenn wir uns auf das Unbekannte einlassen.
Ekel führt zu Gesundheit Sie ist eine Widerstandsemotion, die biologische Funktion besteht darin, vor Krankheiten zu schützen. Wenn ein Mitmensch mich nicht respektvoll behandelt, steigt Ekel hoch, dieses Gefühl zeigt mir mein unerfülltes Bedürfnis (Respekt, Augenhöhe …)  und hat somit eine notwendige, gesundheitsverteidigende Reaktion.
Erstaunen/ Neugier führt zu Interesse … und in der Steigerung zu Begeisterung.
Sekundärgefühle
Wut/ Ärger führt zur Kraft Sie setzt Energie frei – man weiß, für was man steht, man kann sich abgrenzen, man kommt ins Handeln/ in die Entscheidungsfähigkeit rein. Die Stärke von Wut/ Ärger kann auch sein, kraftvoll sein Ziel zu verfolgen.
Scham (Primär-Gefühle Angst, Unsicherheit, Bedürfnis der Zugehörigkeit) führt zu Selbstreflexion und soziale Navigation Zeigt uns die Diskrepanz zwischen dem eigenen Erleben und von dem der Gruppe gewünschten Verhalten. Sie kann zu der Erkenntnis führen: wem man es Recht machen möchte und wem nicht.
Es gibt Gruppen, welche über Schuld/ Scham versuchen zu manipulieren.
Gefühle kann man an der Mimik im Gesicht ablesen, hier links im Gesicht ist Freude zu sehen, rechts ein trauriges Gesicht.

Quelle Foto: RyanMcGuire bei Pixabay

Ich habe vor ein paar Tagen diesen Artikel der Wirtschaftswoche (bereits aus 2019) gefunden. Darin ist zu lesen: „Ja, Führungskräfte dürfen emotional sein. Wer Emotion nicht kann, dem laufen die Leute weg. Wenn die Führungskraft Emotionen erkennt und damit umgehen kann, dann bringt sie Mitarbeiter zu Höchstleistung und kann ihnen ihre Ängste nehmen.“

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Jana Großmann

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COACH UND GFK TRAINERIN IM REMS-MURR-KREIS BEI WINNENDEN. Coaching und Trainings für ein besseres Miteinander in Beruf und Beziehung.

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